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Interviews, Hintergründe, Tipps und Geschichten aus der Welt unabhängiger Autoren, Buchblogger und Leser.

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# NEWS SELF-PUBLISHING & SELF-PUBLISHER – 02.09.2026 ## 1. Zehn Jahre alter Selfpublishing-Titel wird Nummer-1-Bestseller Freida McFaddens „Brain Damage“ ist direkt auf Platz 1 der britischen Buchcharts eingestiegen. Besonders bemerkenswert: Der Roman wurde ursprünglich bereits 2016 im Selfpublishing veröffentlicht und erschien nun neu bei Poisoned Pen Press. Für Selfpublisher zeigt der Erfolg, welchen langfristigen Wert eine Backlist haben kann. Auch ältere Titel können durch wachsende Bekanntheit, Neuauflagen oder spätere Verlagsdeals noch einmal völlig neue Reichweite erhalten. Quelle: The Bookseller / Kirkus Reviews. ## 2. Bloomsbury baut Legasthenie-freundliche Buchausgaben aus Bloomsbury veröffentlicht „Letters to Our Sons“ im September gleichzeitig als reguläre Ausgabe und als speziell für Menschen mit Legasthenie optimierte Version. Auch für Selfpublisher wird Barrierefreiheit damit interessanter. Gut lesbare Schriftarten, größere Abstände und übersichtlicher Buchsatz können nicht nur bestimmte Zielgruppen besser erreichen, sondern generell die Lesbarkeit verbessern. Quelle: Bloomsbury Publishing. ## 3. Hörbücher erschließen neue internationale Märkte Publishing Perspectives berichtet über den wachsenden afrikanischen Hörbuchmarkt. Anbieter wie AkooBooks Audio verbinden dabei lokale Literatur, verschiedene Sprachen sowie Hörbuch- und E-Book-Veröffentlichungen. Für Selfpublisher zeigt die Entwicklung erneut, dass Übersetzungs-, Hörbuch- und Territorialrechte langfristig zusätzliche Einnahmequellen schaffen können. Quelle: Publishing Perspectives. ### COMMUNITY UND STRATEGIE Ein Buch endet nicht mit seiner Veröffentlichung. Backlist, zusätzliche Formate und internationale Rechte können einem Werk noch Jahre später neue Leser:innen bringen. # NEWS SELF-PUBLISHING & SELF-PUBLISHER – 01.09.2026 ## 1. Insolvenz eines Selfpublishing-Dienstleisters betrifft fast 100 Autor:innen Nach dem Zusammenbruch des britischen Dienstleisters Self-Publishing Partnership sind inzwischen fast 100 Autor:innen betroffen. Teilweise stehen noch Tantiemen sowie Rechnungen von Lektor:innen und Designer:innen aus. Der Fall zeigt, wie wichtig es für Selfpublisher ist, eigene Dateien, Verträge, Rechte und Vertriebswege unter Kontrolle zu behalten – auch wenn externe Dienstleister genutzt werden. Quelle: The Bookseller / Alliance of Independent Authors. ## 2. Anthropic-Vergleich: Auszahlungen könnten sich verzögern Beim 1,5-Milliarden-Dollar-Urheberrechtsvergleich mit Anthropic könnte ein Streit über Anwaltskosten die Auszahlung an Rechteinhaber verzögern. Für Selfpublisher bleibt besonders interessant, dass formelle Copyright-Registrierungen eine wichtige Rolle bei möglichen Ansprüchen spielten. Saubere Rechteverwaltung kann deshalb auch finanziell relevant werden. Quelle: Alliance of Independent Authors / Reuters. ## 3. Studie untersucht Einfluss von E-Book-Ausleihen auf Buchverkäufe Eine neue US-Studie von Authors Guild und Association of American Publishers kommt zu dem Ergebnis, dass digitale Bibliotheksausleihen teilweise kommerzielle Buchkäufe ersetzen können. Für Selfpublisher bleibt Bibliotheksvertrieb damit eine Abwägung zwischen zusätzlicher Reichweite und angemessener Vergütung. Quelle: Authors Guild / AAP. ### COMMUNITY UND VERTRIEB Selfpublishing bedeutet nicht nur kreative Freiheit. Wer Rechte, Dateien und Vertrieb selbst im Blick behält, ist auch weniger abhängig von einzelnen Plattformen und Dienstleistern. # NEWS SELF-PUBLISHING & SELF-PUBLISHER – 31.08.2026 ## 1. Vietnam führt Kennzeichnung für Bücher mit KI-Inhalten ein Vietnam hat neue Regeln für KI im Verlagswesen beschlossen. Bücher, die vollständig oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurden, müssen künftig entsprechend gekennzeichnet werden. Auch international zeichnet sich damit ein Trend ab: Nicht unbedingt KI-Verbote, sondern Transparenz über ihren Einsatz könnten zunehmend zum Standard werden. Quelle: Publishing Perspectives. ## 2. Google macht E-Books interaktiver Google verbindet ausgewählte gekaufte Bücher bei Google Play Books mit neuen KI-Funktionen. Leser:innen können Fragen zum Inhalt stellen, sich Zusammenfassungen erstellen lassen oder Quizfragen generieren. Gerade für Sachbücher könnten daraus langfristig neue Formen entstehen, wie Leser:innen mit digitalen Büchern interagieren. Quelle: Google / Publishing Perspectives. ## 3. Fake-Interviewanfragen zur Frankfurter Buchmesse Autor:innen erhalten derzeit gefälschte Interviewanfragen, die angeblich von bekannten öffentlich-rechtlichen Redaktionen stammen. Anschließend werden kostenpflichtige Pakete für vermeintliche Berichterstattung angeboten. Selfpublisher sollten Absender prüfen und bei angeblich redaktionellen Interviews besonders skeptisch werden, sobald Geld verlangt wird. Quelle: Börsenblatt. ### COMMUNITY UND STRATEGIE Neue Technik eröffnet Chancen – macht aber gleichzeitig Transparenz und Aufmerksamkeit wichtiger. Gerade professionell wirkende Nachrichten oder Angebote sollten nicht automatisch als vertrauenswürdig gelten.

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Diese Woche im Mittelpunkt

Interviews & Fokus

Drei ausgewählte Stimmen und Themen, die gerade besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Autoren-Interview

Pauline Dörfler

Autorin, Grafikdesignerin und kreativer Freigeist: Pauline Dörfler denkt Geschichten nicht nur in Worten, sondern auch in Bildern, Licht und Atmosphäre. Im TrueMagazin spricht sie über ihr Debüt „8000AD“, kreative Freiheit, Buchgestaltung, ihren Neustart auf Instagram – und darüber, warum bei all den Aufgaben rund um ein Buch eines niemals auf der Strecke bleiben darf: das Schreiben.

Hinter den Kulissen

Elke und die Bücher, die leuchten: Warum gute Geschichten mehr brauchen als einen Hype

Von Christian Hoppe · 14.08.2026

Eine Buchhändlerin im Ruhestand, die Bücher noch immer mit dem geschulten Blick aus fast drei Jahrzehnten im Buchhandel liest, Neuerscheinungen mit großer Neugier entdeckt und sich bewusst jenen Geschichten widmet, die abseits großer Hypes Aufmerksamkeit verdienen. Mit @buecherdieleuchten22 gibt Elke heute kleinen Verlagen, ungewöhnlichen Themen und insbesondere Selfpublishern eine Bühne – und zeigt, wie viel Leidenschaft für Literatur auch dann bleibt, wenn der eigentliche Arbeitstag im Buchladen längst vorbei ist.

Aktuell ist kein Blogger-Interview veröffentlicht.

Aus der Redaktion

Aktuelle Artikel

Neue Beiträge erscheinen chronologisch – große Schwerpunktartikel erhalten mehr Raum.

Wissen für Autoren

Wer verkauft hier eigentlich das Buch?

Von Christian Hoppe · 01.08.2026

Selfpublishing versprach Unabhängigkeit. Doch zwischen Amazon, Buchhandel und eigenem Shop zeigt sich: Die eigentliche Freiheit beginnt erst beim Vertrieb.

Wissen für Autoren

Die Selfpublishing-Falle: Warum Indie-Autoren zu viel Marge abgeben – und weshalb der Direktverkauf an Bedeutung gewinnt

Von Christian Hoppe · 22.04.2026

Selfpublishing hat den Buchmarkt geöffnet. Noch nie war es so einfach, ein eigenes Buch ohne Verlag zu veröffentlichen. Doch mit der neuen Freiheit ist ein neues Abhängigkeitsverhältnis entstanden: Viele Autorinnen und Autoren erreichen Leser heute nur noch über Plattformen, die an jedem Verkauf mitverdienen – und teilweise sogar Exklusivität verlangen. Ein Blick auf einen Markt zwischen Unabhängigkeit, Gebührenmodellen und der Frage, wem das eigene Buchgeschäft am Ende wirklich gehört.

Wissen für Autoren

Selfpublishing vs. Verlag – was lohnt sich heute wirklich?

Von Christian Hoppe · 05.04.2026

Wer ein Buch veröffentlichen will, steht früher oder später vor derselben Frage: Gehe ich den klassischen Weg über einen Verlag oder veröffentliche ich selbst? Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt heute kein pauschales „besser“. Es gibt nur das Modell, das besser zu den eigenen Zielen passt. Denn Selfpublishing und Verlagsveröffentlichung sind längst keine Gegensätze mehr wie noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Heute sind es zwei unterschiedliche Wege in denselben Markt, aber mit verschiedenen Chancen, Risiken und Spielregeln.

Schreiben & Autorenhandwerk

Zwischen Algorithmus und Autor: Warum Papyrus zeigt, was KI nicht kann

Von Christian Hoppe · 29.03.2026

KI kann heute Geschichten schreiben. Romane. Dialoge. Ganze Plots. Und trotzdem bleibt eine entscheidende Frage offen: Sind das wirklich Geschichten – oder nur gut berechnete Texte? Während sich die Schreibwelt zunehmend zwischen Technologie und Kreativität bewegt, stehen Autoren vor einer grundlegenden Entscheidung: Nutzen wir KI als Werkzeug – oder lassen wir sie zum Ersatz werden?

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