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Selfpublishing & Verlage · Wissensartikel / Fachbegriff

Selfpublishing (Selbstverlag)

Erstellt von Christian Hoppe · Zuletzt bearbeitet von Christian Hoppe · Version 3 · 2026-10-31 08:18:11
Versionshistorie
Mehrere Bücher mit neutralen, unbeschrifteten Einbänden liegen gestapelt auf einem Holztisch.
Bildbeschreibung: Mehrere Bücher mit neutralen, unbeschrifteten Einbänden liegen gestapelt auf einem Holztisch.Bildnachweis: Foto: Trey Jones, Wikimedia Commons, CC0 1.0; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blank_books_stacked_on_a_table.jpg

Einleitung

Selfpublishing, auch Selbstverlag genannt, bezeichnet die eigenverantwortliche Veröffentlichung eines Buches ohne klassischen Publikumsverlag als herausgebende Instanz. Autorinnen und Autoren entscheiden dabei selbst über die wesentlichen Aspekte ihrer Veröffentlichung, insbesondere über Inhalt, Gestaltung, Erscheinungstermin, Vertriebswege und Vermarktung.

Das bedeutet nicht, dass sie sämtliche Aufgaben allein erledigen müssen. Professionelles Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung, Buchsatz, Druck und Vertrieb können an spezialisierte Dienstleister vergeben werden. Die Verantwortung für das Projekt und dessen wirtschaftliches Risiko liegt jedoch im Wesentlichen bei der selbst veröffentlichenden Person.

Was ist Selfpublishing?

Im klassischen Verlagsmodell entscheidet ein Verlag darüber, welche Manuskripte er veröffentlicht, wie diese produziert und vertrieben werden und welche vertraglichen Rechte er dafür erhält. Im Selfpublishing wird die Veröffentlichung hingegen von der Autorin oder dem Autor selbst organisiert. Dafür kommen eigene Vertriebswege, technische Veröffentlichungsplattformen oder Distributoren infrage.

Selfpublishing ist weder auf E-Books beschränkt noch auf bestimmte Genres. Es wird für Romane, Sachbücher, Ratgeber, Kinderbücher, Lyrik und andere Buchformen genutzt. Auch eine professionelle Produktion ist möglich, wenn die entsprechenden Dienstleistungen beauftragt werden.

Von der Idee zum veröffentlichten Buch

  1. Manuskript erarbeiten: Text entwerfen, überarbeiten und auf Zielgruppe und Genre abstimmen.
  2. Qualität sichern: Testlesende, Lektorat und Korrektorat je nach Projekt einsetzen.
  3. Buch gestalten: Ein passendes Cover, den Buchsatz und gegebenenfalls Illustrationen vorbereiten.
  4. Formate festlegen: Beispielsweise E-Book, Taschenbuch oder Hardcover auswählen.
  5. Rechte und Metadaten klären: Bild- und Textrechte, Impressumsangaben, Titel, Beschreibung und gegebenenfalls ISBN vorbereiten.
  6. Veröffentlichungsweg wählen: Eigene Auslieferung, Print-on-Demand, E-Book-Plattform oder Distributor vergleichen.
  7. Preis und Erscheinung planen: Kosten kalkulieren, gegebenenfalls Buchpreisbindung berücksichtigen, Erscheinungstermin festlegen.
  8. Buch auffindbar machen: Informationen für Buchhandel, Shops und Lesende pflegen und geeignete Marketingmaßnahmen wählen.

Veröffentlichungswege und Print-on-Demand

Maschine für Print-on-Demand-Buchproduktion mit getrennten Druckeinheiten für Buchseiten und Einband.
Maschine für Print-on-Demand-Buchproduktion mit getrennten Druckeinheiten · Bildnachweis: Foto: Dvortygirl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:On_demand_book_printer_1.jpg; in WebP konvertiert.

Ein Buch kann als digitale Datei, in einer vorab produzierten Druckauflage oder als Print-on-Demand-Titel erscheinen. Bei Print-on-Demand wird ein gedrucktes Exemplar in der Regel erst nach einer Bestellung hergestellt. Dadurch lassen sich Lagerhaltung und das Risiko einer großen unverkauften Erstauflage reduzieren. Produktionskosten je Exemplar und Margen hängen jedoch vom jeweiligen Anbieter, der Ausstattung und den gewählten Vertriebswegen ab.

Für E-Books übernehmen Distributoren auf Wunsch die technische Auslieferung an mehrere Shops. Wer stattdessen nur über eine einzelne Plattform veröffentlicht, kann zwar einfache Prozesse nutzen, erreicht aber nicht automatisch alle Buchhandlungen oder Lesegeräte.

Selfpublishing und klassischer Verlag im Vergleich

Der grundlegende Unterschied liegt in der Organisation und Verantwortung der Veröffentlichung. Ein klassischer Verlag wählt Werke für sein Programm aus und übernimmt vertraglich vereinbarte Aufgaben sowie wirtschaftliche Risiken. Beim Selfpublishing entscheidet die veröffentlichende Person grundsätzlich selbst, welche Leistungen sie einkauft und über welche Wege das Buch vertrieben wird.

Ein professionelles Lektorat, ein individuell gestaltetes Cover oder ein Eintrag im Buchhandel machen ein Werk nicht zu einer Verlagsveröffentlichung. Umgekehrt garantiert die Entscheidung für Selfpublishing weder höhere Gewinne noch eine bestimmte Reichweite.

ISBN, VLB und Auffindbarkeit im Buchhandel

Die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) dient dazu, eine bestimmte Ausgabe eines Buches eindeutig zu identifizieren. Eine ISBN ist nicht für jeden Veröffentlichungsweg zwingend gesetzlich vorgeschrieben. Für den regulären Buchhandelsvertrieb und den Eintrag in entsprechende Titeldatenbanken ist sie jedoch wichtig. Für eigenständige Produktformen, beispielsweise Taschenbuch, Hardcover und getrennt erhältliche E-Book-Formate, gelten die Vergaberegeln der ISBN-Agentur.

Das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) ist eine zentrale Metadatenplattform des deutschen Buchhandels. ISBN, Titel, Autorennamen, Beschreibung, Format, Preis, Erscheinungsdatum und Lieferinformationen helfen Buchhandlungen und Onlineshops, einen Titel zu identifizieren und zu bestellen. Ein vorhandener VLB-Eintrag bedeutet allerdings nicht, dass das Buch in jeder Buchhandlung vorrätig ist oder automatisch beworben wird.

Buchpreisbindung und weitere Pflichten

In Deutschland gilt die gesetzliche Buchpreisbindung grundsätzlich auch für Selfpublishing-Bücher und für E-Books, die als Bücher im Sinne des Gesetzes einzustufen sind. Für dieselbe preisgebundene Ausgabe ist ein verbindlicher Endpreis festzusetzen und beim Verkauf an Endkunden einzuhalten. Verschiedene Ausgaben, etwa E-Book und Taschenbuch, dürfen unterschiedliche gebundene Preise haben.

Neben der Preisgestaltung sind insbesondere Urheber- und Nutzungsrechte, gegebenenfalls Impressumsangaben und die Pflichtablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek zu berücksichtigen. Die konkreten rechtlichen Pflichten hängen vom Veröffentlichungsmodell, den Formaten und dem Sitz der veröffentlichenden Person ab.

Quellen & Nachweise

  1. Selfpublisher-Verband – FAQ: „Was ist eigentlich Selfpublishing?“

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  1. Version 3 · Revisions-ID 16 · Christian Hoppe · 2026-10-31 08:18:11
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  2. Version 2 · Revisions-ID 15 · Christian Hoppe · 2026-10-31 07:24:29
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    Einleitung

    Selfpublishing, auch Selbstverlag genannt, bezeichnet die eigenverantwortliche Veröffentlichung eines Buches ohne klassischen Publikumsverlag als herausgebende Instanz. Autorinnen und Autoren entscheiden dabei selbst über die wesentlichen Aspekte ihrer Veröffentlichung, insbesondere über Inhalt, Gestaltung, Erscheinungstermin, Vertriebswege und Vermarktung.

    Das bedeutet nicht, dass sie sämtliche Aufgaben allein erledigen müssen. Professionelles Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung, Buchsatz, Druck und Vertrieb können an spezialisierte Dienstleister vergeben werden. Die Verantwortung für das Projekt und dessen wirtschaftliches Risiko liegt jedoch im Wesentlichen bei der selbst veröffentlichenden Person.

    Was ist Selfpublishing?

    Im klassischen Verlagsmodell entscheidet ein Verlag darüber, welche Manuskripte er veröffentlicht, wie diese produziert und vertrieben werden und welche vertraglichen Rechte er dafür erhält. Im Selfpublishing wird die Veröffentlichung hingegen von der Autorin oder dem Autor selbst organisiert. Dafür kommen eigene Vertriebswege, technische Veröffentlichungsplattformen oder Distributoren infrage.

    Selfpublishing ist weder auf E-Books beschränkt noch auf bestimmte Genres. Es wird für Romane, Sachbücher, Ratgeber, Kinderbücher, Lyrik und andere Buchformen genutzt. Auch eine professionelle Produktion ist möglich, wenn die entsprechenden Dienstleistungen beauftragt werden.

    Von der Idee zum veröffentlichten Buch

    1. Manuskript erarbeiten: Text entwerfen, überarbeiten und auf Zielgruppe und Genre abstimmen.
    2. Qualität sichern: Testlesende, Lektorat und Korrektorat je nach Projekt einsetzen.
    3. Buch gestalten: Ein passendes Cover, den Buchsatz und gegebenenfalls Illustrationen vorbereiten.
    4. Formate festlegen: Beispielsweise E-Book, Taschenbuch oder Hardcover auswählen.
    5. Rechte und Metadaten klären: Bild- und Textrechte, Impressumsangaben, Titel, Beschreibung und gegebenenfalls ISBN vorbereiten.
    6. Veröffentlichungsweg wählen: Eigene Auslieferung, Print-on-Demand, E-Book-Plattform oder Distributor vergleichen.
    7. Preis und Erscheinung planen: Kosten kalkulieren, gegebenenfalls Buchpreisbindung berücksichtigen, Erscheinungstermin festlegen.
    8. Buch auffindbar machen: Informationen für Buchhandel, Shops und Lesende pflegen und geeignete Marketingmaßnahmen wählen.

    Veröffentlichungswege und Print-on-Demand

    Maschine für Print-on-Demand-Buchproduktion mit getrennten Druckeinheiten für Buchseiten und Einband.
    Maschine für Print-on-Demand-Buchproduktion mit getrennten Druckeinheiten · Bildnachweis: Foto: Dvortygirl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:On_demand_book_printer_1.jpg; in WebP konvertiert.

    Ein Buch kann als digitale Datei, in einer vorab produzierten Druckauflage oder als Print-on-Demand-Titel erscheinen. Bei Print-on-Demand wird ein gedrucktes Exemplar in der Regel erst nach einer Bestellung hergestellt. Dadurch lassen sich Lagerhaltung und das Risiko einer großen unverkauften Erstauflage reduzieren. Produktionskosten je Exemplar und Margen hängen jedoch vom jeweiligen Anbieter, der Ausstattung und den gewählten Vertriebswegen ab.

    Für E-Books übernehmen Distributoren auf Wunsch die technische Auslieferung an mehrere Shops. Wer stattdessen nur über eine einzelne Plattform veröffentlicht, kann zwar einfache Prozesse nutzen, erreicht aber nicht automatisch alle Buchhandlungen oder Lesegeräte.

    Selfpublishing und klassischer Verlag im Vergleich

    Der grundlegende Unterschied liegt in der Organisation und Verantwortung der Veröffentlichung. Ein klassischer Verlag wählt Werke für sein Programm aus und übernimmt vertraglich vereinbarte Aufgaben sowie wirtschaftliche Risiken. Beim Selfpublishing entscheidet die veröffentlichende Person grundsätzlich selbst, welche Leistungen sie einkauft und über welche Wege das Buch vertrieben wird.

    Ein professionelles Lektorat, ein individuell gestaltetes Cover oder ein Eintrag im Buchhandel machen ein Werk nicht zu einer Verlagsveröffentlichung. Umgekehrt garantiert die Entscheidung für Selfpublishing weder höhere Gewinne noch eine bestimmte Reichweite.

    ISBN, VLB und Auffindbarkeit im Buchhandel

    Die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) dient dazu, eine bestimmte Ausgabe eines Buches eindeutig zu identifizieren. Eine ISBN ist nicht für jeden Veröffentlichungsweg zwingend gesetzlich vorgeschrieben. Für den regulären Buchhandelsvertrieb und den Eintrag in entsprechende Titeldatenbanken ist sie jedoch wichtig. Für eigenständige Produktformen, beispielsweise Taschenbuch, Hardcover und getrennt erhältliche E-Book-Formate, gelten die Vergaberegeln der ISBN-Agentur.

    Das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) ist eine zentrale Metadatenplattform des deutschen Buchhandels. ISBN, Titel, Autorennamen, Beschreibung, Format, Preis, Erscheinungsdatum und Lieferinformationen helfen Buchhandlungen und Onlineshops, einen Titel zu identifizieren und zu bestellen. Ein vorhandener VLB-Eintrag bedeutet allerdings nicht, dass das Buch in jeder Buchhandlung vorrätig ist oder automatisch beworben wird.

    Buchpreisbindung und weitere Pflichten

    In Deutschland gilt die gesetzliche Buchpreisbindung grundsätzlich auch für Selfpublishing-Bücher und für E-Books, die als Bücher im Sinne des Gesetzes einzustufen sind. Für dieselbe preisgebundene Ausgabe ist ein verbindlicher Endpreis festzusetzen und beim Verkauf an Endkunden einzuhalten. Verschiedene Ausgaben, etwa E-Book und Taschenbuch, dürfen unterschiedliche gebundene Preise haben.

    Neben der Preisgestaltung sind insbesondere Urheber- und Nutzungsrechte, gegebenenfalls Impressumsangaben und die Pflichtablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek zu berücksichtigen. Die konkreten rechtlichen Pflichten hängen vom Veröffentlichungsmodell, den Formaten und dem Sitz der veröffentlichenden Person ab.

  3. Version 1 · Revisions-ID 14 · Christian Hoppe · 2026-10-31 00:56:16
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    Einleitung

    Selfpublishing, auch Selbstverlag genannt, bezeichnet die eigenverantwortliche Veröffentlichung eines Buches ohne klassischen Publikumsverlag als herausgebende Instanz. Autorinnen und Autoren entscheiden dabei selbst über die wesentlichen Aspekte ihrer Veröffentlichung, insbesondere über Inhalt, Gestaltung, Erscheinungstermin, Vertriebswege und Vermarktung.

    Das bedeutet nicht, dass sie sämtliche Aufgaben allein erledigen müssen. Professionelles Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung, Buchsatz, Druck und Vertrieb können an spezialisierte Dienstleister vergeben werden. Die Verantwortung für das Projekt und dessen wirtschaftliches Risiko liegt jedoch im Wesentlichen bei der selbst veröffentlichenden Person.

    Was ist Selfpublishing?

    Im klassischen Verlagsmodell entscheidet ein Verlag darüber, welche Manuskripte er veröffentlicht, wie diese produziert und vertrieben werden und welche vertraglichen Rechte er dafür erhält. Im Selfpublishing wird die Veröffentlichung hingegen von der Autorin oder dem Autor selbst organisiert. Dafür kommen eigene Vertriebswege, technische Veröffentlichungsplattformen oder Distributoren infrage.

    Selfpublishing ist weder auf E-Books beschränkt noch auf bestimmte Genres. Es wird für Romane, Sachbücher, Ratgeber, Kinderbücher, Lyrik und andere Buchformen genutzt. Auch eine professionelle Produktion ist möglich, wenn die entsprechenden Dienstleistungen beauftragt werden.

    Von der Idee zum veröffentlichten Buch

    1. Manuskript erarbeiten: Text entwerfen, überarbeiten und auf Zielgruppe und Genre abstimmen.
    2. Qualität sichern: Testlesende, Lektorat und Korrektorat je nach Projekt einsetzen.
    3. Buch gestalten: Ein passendes Cover, den Buchsatz und gegebenenfalls Illustrationen vorbereiten.
    4. Formate festlegen: Beispielsweise E-Book, Taschenbuch oder Hardcover auswählen.
    5. Rechte und Metadaten klären: Bild- und Textrechte, Impressumsangaben, Titel, Beschreibung und gegebenenfalls ISBN vorbereiten.
    6. Veröffentlichungsweg wählen: Eigene Auslieferung, Print-on-Demand, E-Book-Plattform oder Distributor vergleichen.
    7. Preis und Erscheinung planen: Kosten kalkulieren, gegebenenfalls Buchpreisbindung berücksichtigen, Erscheinungstermin festlegen.
    8. Buch auffindbar machen: Informationen für Buchhandel, Shops und Lesende pflegen und geeignete Marketingmaßnahmen wählen.

    Veröffentlichungswege und Print-on-Demand

    Maschine für Print-on-Demand-Buchproduktion mit getrennten Druckeinheiten für Buchseiten und Einband.
    Maschine für Print-on-Demand-Buchproduktion mit getrennten Druckeinheiten · Bildnachweis: Foto: Dvortygirl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:On_demand_book_printer_1.jpg; in WebP konvertiert.

    Ein Buch kann als digitale Datei, in einer vorab produzierten Druckauflage oder als Print-on-Demand-Titel erscheinen. Bei Print-on-Demand wird ein gedrucktes Exemplar in der Regel erst nach einer Bestellung hergestellt. Dadurch lassen sich Lagerhaltung und das Risiko einer großen unverkauften Erstauflage reduzieren. Produktionskosten je Exemplar und Margen hängen jedoch vom jeweiligen Anbieter, der Ausstattung und den gewählten Vertriebswegen ab.

    Für E-Books übernehmen Distributoren auf Wunsch die technische Auslieferung an mehrere Shops. Wer stattdessen nur über eine einzelne Plattform veröffentlicht, kann zwar einfache Prozesse nutzen, erreicht aber nicht automatisch alle Buchhandlungen oder Lesegeräte.

    Selfpublishing und klassischer Verlag im Vergleich

    Der grundlegende Unterschied liegt in der Organisation und Verantwortung der Veröffentlichung. Ein klassischer Verlag wählt Werke für sein Programm aus und übernimmt vertraglich vereinbarte Aufgaben sowie wirtschaftliche Risiken. Beim Selfpublishing entscheidet die veröffentlichende Person grundsätzlich selbst, welche Leistungen sie einkauft und über welche Wege das Buch vertrieben wird.

    Ein professionelles Lektorat, ein individuell gestaltetes Cover oder ein Eintrag im Buchhandel machen ein Werk nicht zu einer Verlagsveröffentlichung. Umgekehrt garantiert die Entscheidung für Selfpublishing weder höhere Gewinne noch eine bestimmte Reichweite.

    ISBN, VLB und Auffindbarkeit im Buchhandel

    Die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) dient dazu, eine bestimmte Ausgabe eines Buches eindeutig zu identifizieren. Eine ISBN ist nicht für jeden Veröffentlichungsweg zwingend gesetzlich vorgeschrieben. Für den regulären Buchhandelsvertrieb und den Eintrag in entsprechende Titeldatenbanken ist sie jedoch wichtig. Für eigenständige Produktformen, beispielsweise Taschenbuch, Hardcover und getrennt erhältliche E-Book-Formate, gelten die Vergaberegeln der ISBN-Agentur.

    Das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) ist eine zentrale Metadatenplattform des deutschen Buchhandels. ISBN, Titel, Autorennamen, Beschreibung, Format, Preis, Erscheinungsdatum und Lieferinformationen helfen Buchhandlungen und Onlineshops, einen Titel zu identifizieren und zu bestellen. Ein vorhandener VLB-Eintrag bedeutet allerdings nicht, dass das Buch in jeder Buchhandlung vorrätig ist oder automatisch beworben wird.

    Buchpreisbindung und weitere Pflichten

    In Deutschland gilt die gesetzliche Buchpreisbindung grundsätzlich auch für Selfpublishing-Bücher und für E-Books, die als Bücher im Sinne des Gesetzes einzustufen sind. Für dieselbe preisgebundene Ausgabe ist ein verbindlicher Endpreis festzusetzen und beim Verkauf an Endkunden einzuhalten. Verschiedene Ausgaben, etwa E-Book und Taschenbuch, dürfen unterschiedliche gebundene Preise haben.

    Neben der Preisgestaltung sind insbesondere Urheber- und Nutzungsrechte, gegebenenfalls Impressumsangaben und die Pflichtablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek zu berücksichtigen. Die konkreten rechtlichen Pflichten hängen vom Veröffentlichungsmodell, den Formaten und dem Sitz der veröffentlichenden Person ab.

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